Zähneputzen beim Baby: Tipps

Mit dem ersten Milchzahn geht´s los
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Mit dem ersten Milchzahn geht´s los

Etwa um den sechsten Lebensmonat herum bricht bei den meisten Babys das erste Zähnchen durch. Dann ist 2-mal täglich Zähneputzen angesagt! So schützen Sie Ihren kleinen Schatz nicht nur vor Karies (Zucker ist zum Beispiel auch in Muttermilch oder vielen „Gläschen“ enthalten), sondern gewöhnen ihn schon früh daran, dass Zähneputzen einfach dazu gehört.

Zu Beginn putzen natürlich die Eltern. Erst ab einem Alter von ca. zwei bis zweieinhalb Jahren können die Kinder selbst aktiv werden. Wirklich eigenständig können Kinder erst dann ihre Zähne putzen, wenn sie die Schreibschrift flüssig beherrschen – also im Alter von etwa 8 bis 9 Jahren. Bis dahin müssen die Eltern immer nachputzen.

Extra-Tipp: Kurz vor dem Zahndurchbruch, wenn schon die ersten Spitzen zu sehen sind, können Sie diese auch mit einem weichen Tuch abwischen.

Baby-Zähne putzen: Anleitung
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Baby-Zähne putzen: Anleitung

Wie putzt man dem Baby die Zähne? Hier einige Tipps zur Anleitung:

  • Verwenden Sie eine spezielle Babyzahnbürste mit kleinem Bürstenkopf und weichen Borsten; diese sollten Sie spätestens alle 8 Wochen austauschen.
  • Benutzen Sie ab dem Durchbruch des ersten Zahnes eine fluoridhaltige Zahnpasta. Der Fluoridgehalt sollte bei 500 ppm (2-mal täglich erbsengrosse Menge) oder 1000 ppm (2-mal täglich reiskorngrosse Menge) liegen. Drücken Sie die Zahnpasta in die Borsten, so dass Ihr Kind die Zahnpasta nicht sofort ablecken kann.
  • Legen Sie Ihr Baby zum Zähneputzen auf den Wickeltisch; später kann Ihr Baby mit dem Rücken zu Ihnen auf dem Schoss sitzen.
  • Putzen Sie zweimal am Tag die Zähne Ihres Babys und lassen Sie die Zahnpflege zum festen Ritual werden.

Zur Beruhigung: Zunächst werden Sie es kaum schaffen, Ihrem Kind ganze zwei bis drei Minuten die Zähne zu putzen. Aber darum geht es auch gar nicht, denn es sind ja nur einige wenige Zähnchen, die gereinigt werden müssen. Wichtig ist im ersten Schritt, dem Baby das Zähneputzen als Selbstverständlichkeit nahe zu bringen.

Wichtig zu wissen: Sollte Ihr Kind Fluoridtabletten einnehmen, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, welche Babyzahnpasta geeignet ist.

Vormachen erwünscht
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Vormachen erwünscht

Kinder lernen unter anderem durch Nachahmung – das gilt auch fürs Zähneputzen. Je früher und je öfter Ihnen also Ihr Baby beim Zähneputzen zuschauen kann, desto besser. Natürlich ist es auch motivierend, wenn Ihr Baby selbst mal die Zahnbürste halten und ausprobieren darf. Vielleicht putzen Sie sich ja auch gemeinsam vor dem Spiegel die Zähne? Das macht Spass.

Wichtig: Für das „richtige“ Zähneputzen sind die Eltern zuständig. Hier geht es zunächst nur um das spielerische Heranführen an den Umgang mit der Zahnbürste.

Loben hilft
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Loben hilft

In puncto erste Zahnputzversuche gilt: Seien Sie grosszügig mit Lob! Egal, ob Ihr Baby den Mund für die Zahnbürste weit aufmacht oder schon selbst die Zahnbürste in die Hand nimmt – es ist Zeit für Applaus. Denn so lernt Ihr Kind von Anfang an: Zähne putzen kann auch ganz schön stolz machen.

Ein bisschen Spass muss sein
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Ein bisschen Spass muss sein

Versüssen Sie Ihrem Baby das Zähneputzen – zum Beispiel mit einem lustigen Zahnputzlied oder einer Zahnputzgeschichte. Auch das eigene Spiegelbild während dem Zähneputzen zu begutachten ist spannend und macht den meisten Kindern Spass.

Zahnputz-Apps können ebenfalls ein probates Mittel sein, um die Zahnpflege beim Baby ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten.

Den ersten Zahnarztbesuch vereinbaren
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Den ersten Zahnarztbesuch vereinbaren

Die erste Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt steht mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne auf dem Programm. Spätestens, wenn im Alter von 2 bis 2,5 Jahren alle Milchzähne da sind, sollte der erste Zahnarztbesuch stattgefunden haben. Hier erfahren Sie auch alles Wissenswerte zur Zahnpflege und über die zahngesunde Ernährung für Ihr Baby.

Tipp: Nehmen Sie Ihr Baby frühzeitig zu einem eigenen Termin in der Zahnarztpraxis mit. So kann es schon einmal „Zahnarzt-Luft“ schnuppern und sich langsam an die Situation gewöhnen.

Hätten Sie's gewusst?

Karies bei Kleinkindern wird auch als „Nuckelflaschenkaries“ oder „Nursing-Bottle-Syndrom“ bezeichnet.

Baby-Zahncremes enthalten in der Regel 500 oder 1000 ppm Fluorid. Bei 500 ppm gilt: 2-mal täglich erbsengrosse Menge verwenden, bei 1000 ppm gilt: 2-mal täglich reiskorngrosse Menge verwenden. Mehr erfahren.

Fluoride schützen den Zahnschmelz vor Säureangriffen, härten ihn und können so der Entstehung von Karies entgegenwirken.

Ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns sollten Kinder bis zum zweiten Geburtstag zweimal täglich mit einer reiskorngrossen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta (1000 ppm Fluorid) putzen.

Ab dem zweiten Geburtstag sollte zweimal täglich eine erbsengrosse Menge fluoridhaltige Kinderzahnpasta (1000 ppm Fluorid) verwendet werden.

Bis zum Alter von etwa acht Jahren sollten Eltern die Zähne ihrer Kinder immer selbst nachputzen.

Milchzahnkaries kann auf die bleibenden Zähne übergehen.

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