Kinderzahnbürste: Darauf kommt es an

Kinderzahnbürste: Darauf kommt es an

Ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns ist die tägliche Zahnpflege ein Muss. Das wichtigste Werkzeug ist – neben einer geeigneten Kinderzahnpasta – eine altersgerechte Zahnbürste. Doch worauf kommt es bei der Auswahl an? Und welche Besonderheiten sind je nach Alter des Kindes zu beachten?

Zähneputzen bei Kindern: Basics

Zweimal täglich Zähneputzen, und zwar morgens und abends – das ist die Basis für gut gepflegte Kinderzähne. Denn nur mechanisch lässt sich Zahnbelag (Plaque) wirksam entfernen.

Eltern kommt hier eine wichtige Vorbildfunktion zu. Zudem müssen sie je nach Alter des Kindes auch selbst aktiv werden, denn die motorische Fähigkeit zum Zähneputzen entwickelt sich erst nach und nach.

  • Bis etwa zum zweiten Lebensjahr übernehmen das Putzen vornehmlich die Eltern.
  • Ab ca. zwei bis drei Jahren können Kinder spielerisch selbst ans Zähneputzen herangeführt werden und „mitputzen“ – Eltern übernehmen aber noch immer den Löwenanteil!
  • Ab dem Grundschulalter (ca. 2. Klasse) können Kinder meist selbst ihre Zähne putzen (Faustregel: sobald sie die Schreibschrift beherrschen); Eltern sollten die Mundhygiene des Kindes kontrollieren.

Tipp: Bringen Sie Ihrem Kind das Zähneputzen nach der KAI-Methode bei.

Kinderzahnbürsten: Besonderheiten

Bei der Entwicklung von Kinderzahnbürsten wird insbesondere folgenden Aspekten besondere Aufmerksamkeit geschenkt:

  • Kleiner Bürstenkopf
  • Weiche, ggf. abgerundete Borsten
  • Rutschfester Griff

Schließlich sollen diese Zahnbürsten nicht nur den motorischen Fähigkeiten von Kindern, sondern auch den speziellen Anforderungen des kleinen Gebisses gerecht werden. Da sich in den ersten Jahren so einiges tut - vom Durchbruch der ersten Milchzähne über Wackelzähne bis hin zu den bleibenden Zähnen – ist es besonders wichtig, eine altersgerechte Zahnbürste zu verwenden. Achten Sie also vor dem Kauf auf die Altersangabe auf der Packung.

Lustige Motive und ein farbenfrohes Design sind nettes „Beiwerk“, das die Motivation zum Zähneputzen ein wenig steigern kann.

Zahnbürste für Kinder bis 2 Jahre

Etwa im Alter von sechs Monaten bricht der erste Milchzahn durch – damit fällt auch der Startschuss für die Zahnpflege. Eltern übernehmen das Zähneputzen zweimal täglich mit einer geeigneten Babyzahnbürste.

Eine gute Babyzahnbürste sollte folgende Kriterien erfüllen:

  • Kleiner Bürstenkopf, der an den kleinen Kindermund angepasst ist
  • Weiche, abgerundete Borsten – das Zahnfleisch ist gerade beim Zahndurchbruch recht empfindlich
  • Rutschfester Griff, den auch kleine Kinderhände zumindest spielerisch greifen können

Tipp: Sind zunächst nur die Zahnspitzen sichtbar, können diese auch mit einem angefeuchteten Wattestäbchen gesäubert werden.

Wichtig: Achten Sie auch auf die richtige Fluoridmenge bei der Kinderzahncreme.

Milchzähne: Zahnbürste für Kinder von 2 bis 6 Jahren

Mit etwa 2,5 Jahren sind alle Milchzähne durchgebrochen – insgesamt sind es 20 an der Zahl.

Eine geeignete Kinderzahnbürste sollte einen kleinen Bürstenkopf, weiche Borsten und einen für Kinderhände geeigneten Griff haben.

Da Kinder in diesem Alter gerne schon selbst spielerisch das Zähneputzen ausprobieren, ist es auch sinnvoll, darauf zu achten, dass die Zahnbürste bei zu viel Druck nachgibt, um Verletzungen vorzubeugen.

Wichtig: Die Fluoridmenge der Kinderzahncreme sollte dem Alter entsprechend angepasst werden.

Wechselgebiss: Zahnbürste für Kinder von 6 bis 9 Jahren

Es wird wackelig! Ab etwa fünfeinhalb bis sechs Jahren fallen die ersten Milchzähne aus und die bleibenden Zähne bahnen sich ihren Weg.

Zahnlücken und Wackelzähne stellen jetzt besondere Anforderungen an eine geeignete Kinderzahnbürste, die neben abgerundeten Borsten auch folgende Eigenschaften mitbringen sollte:

  • Schmaler Bürstenkopf, der sich dem „unebenen“ Zahnverlauf gut anpasst
  • Unterschiedliche Borstenlängen für eine bessere Reinigung der Zahnzwischenräume

Da in diesem Alter die meisten Kinder bereits selbst Zähneputzen, sollte die Zahnbürste flexibel sein, um das Verletzungsrisiko zu verringern.

Tipp: Erfahren Sie hier, worauf Sie bei der Auswahl einer Kinderzahncreme in diesem Alter achten sollten.

Für ältere Kids: Zahnbürste für Kinder ab 9 Jahren

Größere Kinder brauchen natürlich eine größere Zahnbürste. Doch auch für ältere Kids und Teens sollte es zunächst noch keine handelsübliche Erwachsenenzahnbürste sein. Denn der Zahnwechsel dauert noch bis etwa zum 13. Lebensjahr an! Es gibt also noch einige Unebenheiten zwischen Zahnlücken, Wackelzähnen und bleibenden Zähnen, denen die Zahnbürste jetzt gerecht werden muss.

Hygiene-Tipps für die Kinderzahnbürste

Für eine optimale Reinigungsleistung sollte man pfleglich mit der Kinderzahnbürste umgehen. Folgende Tipps haben sich bewährt:

  • Die Zahnbürste nach jedem Gebrauch unter fließendem Wasser abspülen
  • Anschließend die Kinderzahnbürste zum Trocknen aufrecht in einen Zahnputzbecher stellen (Borsten nach oben!)
  • Kinderzahnbürste alle 6 bis 8 Wochen auswechseln (wenn die Borsten abgenutzt aussehen, auch früher)
  • Nach einem Infekt sollte grundsätzlich eine neue Kinderzahnbürste verwendet werden

Gesunde Kinderzähne: Das ist auch noch wichtig

Um Kinderzähne gesund zu erhalten, spielen neben einer geeigneten Kinderzahnbürste weitere Utensilien und Maßnahmen eine wichtige Rolle.

  • Verwendung einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta, wobei die empfohlene Fluoridmenge altersabhängig ist Mehr erfahren
  • Verwendung von fluoridiertem Speisesalz
  • Bei sehr engen Zahnzwischenräumen: Zusätzliche Verwendung von Zahnseide
  • Zahngesunde Ernährung: das heißt selten Süßes, Saures oder Klebriges. Achtung: Zucker ist z. B. auch in Ketchup, Müsliriegeln oder Apfelsaft versteckt.
  • Regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt (zweimal jährlich) – ab Durchbruch des ersten Milchzahns

Zahnbürste, Zahnpasta & Co

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