Parodontose: Ursachen & Risikofaktoren

Parodontose: Ursachen
& Risikofaktoren

Der eigentliche Auslöser einer Parodontitis sind Bakterien in Form von Zahnbelägen. Schlechte Mundhygiene, Rauchen und bestimmte Grunderkrankungen erhöhen das Risiko, dass sich die Zahnbettentzündung entwickelt.

Parodontose: Ursachen im Überblick

Parodontose oder Parodontitis?

Der medizinisch korrekte Fachbegriff für die bakterielle Entzündung des Zahnbettes lautet „Parodontitis“. Die Endung „-itis“ steht für entzündliche Erkrankungen.

Umgangssprachlich wird die Erkrankung oft als „Parodontose“ bezeichnet.

Die Endung „-ose“ steht aber für eine normale, durch das Alter bedingte Veränderung. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Entzündung, die durch Bakterien ausgelöst wird.

Eine Parodontose (medizinisch: Parodontitis) wird immer durch Bakterienansammlungen in Form von Zahnbelägen ausgelöst. Zunächst entwickelt sich eine „einfache“ Zahnfleischentzündung, die mit der Zeit auf die umliegenden Gewebe übergreifen und sich so zur Parodontose entwickeln kann.

Gut zu wissen:

Ohne Zahnbeläge kann sich keine Parodontose entwickeln.

Parodontose & Bakterien

In unserer Mundhöhle tummeln sich hunderte verschiedene Bakterienarten. Die meisten dieser Kleinstlebewesen sind harmlos und ein wichtiger Bestandteil der gesunden Mundflora. Durch eine schlechte Mundhygiene kann allerdings das Gleichgewicht empfindlich gestört werden. Dann nimmt die Anzahl der Bakterien zu und krankmachende Keime gewinnen die Überhand.

Das Problem: Einige der Mundhöhlenbewohner produzieren Gifte, die das Zahnfleisch reizen und eine Abwehrreaktion des Immunsystems auslösen. In der Folge kommt es zu einer Entzündung des Zahnfleischs (Gingivitis), die sich auf den gesamten Zahnhalteapparat ausdehnen und so zur Parodontose fortschreiten kann. Durch die chronische Entzündung geht das Zahnfleisch zurück und es wird immer mehr von dem Gewebe zerstört, das den Zahn im Kieferknochen verankert.

Wie schnell die Entzündung fortschreitet, hängt unter anderem davon ab, wie gut die körpereigene Abwehr arbeitet. Deshalb können alle Einflüsse, die das Immunsystem schwächen, die Entwicklung der Erkrankung begünstigen.

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Hätten Sie's gewusst?

Bei Erwachsenen ab 40 Jahren ist Parodontitis die häufigste Ursache für Zahnverlust. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Behandlung.

Im Gegensatz zu einer Zahnfleischentzündung handelt es sich bei einer Parodontitis um einen nicht umkehrbaren Prozess. Erfahren Sie hier mehr.

Risikofaktoren für Parodontose

Verschiedene innere und äußere Faktoren erhöhen das Risiko für Parodontose und können auch zu einer Verstärkung bereits bestehender Probleme führen. An erster Stelle ist eine unzureichende Mundhygiene zu nennen. Schließlich führt nachlässiges Zähneputzen dazu, dass sich die krankmachenden Bakterien vermehren können.

Da das Immunsystem auch dafür zuständig ist, schädliche Mundhöhlenbewohner in Schach zu halten, ist auch eine geschwächte Abwehr (zum Beispiel durch Rauchen oder Dauerstress) ein wichtiger Risikofaktor. Darüber hinaus können auch hormonelle Veränderungen (z. B. Schwangerschaft), Grunderkrankungen und bestimmte Medikamente die Anfälligkeit für Zahnfleischentzündungen und Parodontose erhöhen.

Wichtige Risikofaktoren für Parodontose
Schlechte Mundhygiene
Schlechte Mundhygiene
Rauchen
Rauchen
Stress
Stress
Hormone
Hormone
Schwaches Immunsystem
Schwaches Immunsystem
Unbehandelter Diabetes
Unbehandelter Diabetes
Übermäßiger Alkoholkonsum
Übermäßiger Alkoholkonsum
Einige Medikamente
Einige Medikamente

Risikofaktoren im Überblick

  • Unzureichende Mundhygiene
  • Rauchen
  • Dauerstress
  • Hormonelle Einflüsse
  • Abwehrschwäche (z. B. bei kranken und älteren Menschen)
  • Grunderkrankungen (z. B. unbehandelter bzw. schlecht eingestellter Diabetes mellitus)
  • Genetische Faktoren
  • Übergewicht
  • Mangel- oder Fehlernährung
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Einige Medikamente (z. B. Anti-Epileptika, Mittel gegen Bluthochdruck)

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